Praxis in St.Ingbert

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Aussprachestörung / Artikulationsstörung


Wir unterscheiden bei Lautfehlbildungen die beiden Erscheinungsformen
Aussprachestörung und Artikulationsstörung. Sie können isoliert oder in
Kombination mit anderen Sprachproblemen auftreten.

Aussprachestörung

Es handelt sich hierbei um eine Störung des Lauterwerbs und Lautgebrauchs
aufgrund einer Störung der phonologischen Regelbildung, d.h. das Kind hat die
Laute oder die Regeln zu ihrer Kombination fehlerhaft oder unvollständig erlernt.
Wenn das Kind zum Beispiel den Laut /g/ noch nicht erworben hat und ihn immer
durch /d/ ersetzt wie „Diraffe“ anstelle „Giraffe“.

Wir unterscheiden drei Formen von Aussprachestörungen:

  1. Phonologische Verzögerung

    Bei einer phonologischen Verzögerung zeigt das Kind rein zeitliche Abweichungen
    in der Lautentwicklung. Es lässt Laute aus oder ersetzt sie, wie dies Kinder normalerweise
    zu einem früheren Zeitpunkt tun, z.B. bei folgender Äußerung:
    „Is habe eine düne Sippe im Tinderdaten.“ (Ich habe eine grüne Schippe im Kindergarten.)

    Der beste Behandlungsbeginn bei der phonologischen Verzögerung ist ca. 6-9 Monate nachdem
    die auftretende Lautauslassung oder Lautersetzung hätte überwunden werden sollen.

  2. Konsequente Phonologische Störung

    Bei dieser Störung zeigt das Kind einen untypischen Lauterwerb, der sich von dem normal
    entwickelter Kinder abweicht. Die auftretenden Ersetzungen und Auslassungen finden im
    regelrechten Lauterwerb nicht statt, z.B.: „Komake“ für „Tomate“ oder die meisten Konsonanten
    am Wortanfang werden durch /h/ ersetzt.
    Der ideale Behandlungsbeginn einer Konsequenten Phonologischen Störung liegt bei ca. 3,6 Jahren.

  3. Inkonsequente Phonologische Störung

    Diese Kinder sprechen das gleiche Wort meist in unterschiedlicher Weise aus, d.h. die auftretenden
    Auslassungen und Ersetzungen variieren ständig, z.B. Fisch: „fis, sisch, tis, schif.“
    Es handelt sich hierbei um die schwerste Form der Aussprachestörung und sollte deshalb so früh
    wie möglich behandelt werden, auch schon ab 2,8 Jahren.

Artikulationsstörung

Bei einer Artikulationsstörung ist die motorische Musterbildung betroffen, d.h. die Kinder bilden
den Ziellaut nicht in der Weise, wie dies korrekt wäre (z.B. Sigmatismus interdentalis, "Lispeln").

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